• Stine

Clickertraining - How to Start

Du hast dich etwas näher mit dem Thema positive Verstärkung auseinandergesetzt? Jetzt möchtest du es gerne mit deinem eigenen Pferd ausprobieren? Wahrscheinlich tun sich dir jetzt die Fragen auf, wie du anfangen kannst. In diesem Artikel findest du wertvolle Tipps, wie du mit dem Training beginnen kannst.


Ich weiß, dass du dich sicherlich schon über das Thema informiert hast. Man lernt allerdings nie aus und ich kann dir nur empfehlen, dir am Anfang so viel Wissen wie möglich anzueignen. Je mehr du über das Thema weißt, desto weniger Fehler wirst du machen und desto weniger Probleme werden entstehen, weil du dadurch viel mehr Werkzeuge in deiner Tasche hast, die du anwenden kannst, wenn du ein Problem hast oder an einem Punkt stehst, wo das Pferd nicht so reagiert, wie gedacht. Es müssen nicht immer super viele Bücher sein, die ihr lesen müsst. Oder teure Veranstaltungen. Schon im Internet gibt es viele tolle und informative Seiten und Blogs, die dir weiterhelfen können.Es ist wichtig zu begreifen, dass die Arbeit mit Futterlob, ein sehr machtvolles Instrument ist, bei dem auch einiges schief gehen kann. Clickertraining heißt also auch, an sich selber arbeiten zu wollen und auch in der Lage zu sein, sich selbst kritisch zu hinterfragen. Bist du dazu in der Lage? Dein Pferd wird dir zeigen, wenn du etwas falsch gemacht hast, aber genau dann musst du auch in der Lage sein zu handeln.


Wenn du noch ganz am Anfang stehst, unsicher bist oder vor einem Problem, bei dem du alleine keine Lösung findest, suche dir Hilfe. Ich finde es zeigt Stärke, wenn man sich Hilfe sucht und es gibt zum Glück immer mehr tolle Trainer, die dir auf diesem Gebiet helfen können. Wenn es in deinem Umkreis noch keinen gibt, dann gibt es auch immer noch die Möglichkeit ein Onlinecoaching zu buchen und darüber neuen Input zu erhalten. Denn es dauert oft wesentlich länger, gemachte Fehler wieder zu korrigieren und ist auch frustrierend, als eben jemanden um Hilfe zu bitten, der vielleicht einfach schon sehr viele Erfahrungen in dem Bereich gemacht hat und vielleicht selber schon mal das Problem hatte.


Eine gute Ausrüstung kann es dir erheblich erleichtern, ein gutes Timing zu haben. Überlege dir also als allererstes, ob du einen mechanischen Klicker verwenden möchtest, oder ein Markersignal. Wichtig ist, dass dieses Signal immer das gleiche ist. Sowohl in Lautstärke, als auch in Höhe und Tiefe der Töne und in der Länge des Signals. Eine gute Tasche, bei der du schnell an das Futter kommst ist besonders empfehlenswert. Ich persönlich bevorzuge Bauchtaschen mit mindestens zwei Fächern. So hast du die Möglichkeit unterschiedlich hochwertiges Futter gleichzeitig in einer Tasche zu führen. Auch die Wahl des richtigen Futters ist sehr wichtig. Man fängt am Anfang mit so niederwertigem Futter wie möglich an, um immer noch eine Steigerungsmöglichkeit zu haben, für anspruchsvollere Verhalten. Es sollte außerdem nicht zu groß sein, denn alles was passiert, während das Pferd kaut wird mit bestärkt. Wenn das Pferd also lange kaut, weil das Leckerli so groß war, kann es sein, dass versehentlich falsches Verhalten verstärkt wird. Außerdem möchten wir das Pferd natürlich nicht satt füttern, sondern nur eine kleine Aufmerksamkeit übergeben, als Hinweis, was gewünscht ist. Eignen tun sich beispielsweise kleingeschnittene Möhren, oder getrocknete Hagebutten. Es gibt auch kleine Pellets, die man in großen Säcken kaufen kann.

Gerade für den Anfang, ist die Targetübung eine tolle Möglichkeit dem Pferd das Konzept des Clickertrainings zu vermitteln. Das Target sollte möglichst einen etwas längeren Stab haben, damit du es gut anfassen kannst und am Ende etwas markantes, dass sich deutlich vom Stab abhebt, damit das Ziel für das Pferd deutlich erkennbar ist. Beispielsweise eignen sich dazu Fliegenklatschen oder man bastelt sich selber etwas aus einem langen Stab, wo man am Ende beispielsweise einen Tennisball draufsteckt.



Um am Pferd selber möglichst keine Fehler zu machen und Frust beim Pferd zu vermeiden, weil du so lange brauchst, das Futter zu überreichen, ist es sinnvoll den Umgang mit dem Clicker und das Futterüberreichen vorab ohne Pferd zu üben. Dazu kannst du beispielsweise einfach Clicken, in die Tasche greifen und das Futter in eine Schüssel werfen. Wie schnell kannst du sein? Wie oft kannst du in der Minute Clicken? Wie liegt der Clicker am besten in der Hand? Und dann gibt es einige Spielchen die man machen kann, um sein eigenes Timing zu schulen. Suche dir z.B. in deiner Lieblingsserie ein Verhalten oder ein Wort aus, was du jedes Mal clickst. Oder nehme dir einen Flummi. Lasse ihn fallen und clicke jedes Mal, wenn er seinen höchsten Punkt erreicht hat. Diese Spielereien schulen deine Trainerfähigkeiten und helfen dir, trotz all der Technik empathisch zu sein und auch noch einen Kopf für dein Pferd zu haben.


Herzlichen Glückwunsch! Jetzt bist du optimal vorbereitet und kannst mit den Basics anfangen. Weitere Infos findest du in meinem Artikel "Die Basis"


© Stine Küster - Click mit Herz
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